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Bewertung der Fahrtüchtigkeit

Müdigkeit am Steuer sowie neurologische Erkrankungen stellen zusammen mit Alkohol- und Arzneimittelkonsum die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle dar, die auf einen veränderten körperlichen oder geistigen Zustand des Fahrers zurückzuführen sind. Neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel die Parkinson-Krankheit, die Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit haben, lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Erste Gruppe

Erkrankungen, die zu einem zeitweisen und plötzlichen Verlust der Fahrtüchtigkeit und einem Verlust des Kontakts zur Umgebung führen (z. B. ein epileptischer Anfall oder eine Ohnmacht)

Zweite Gruppe

Dauerhafter oder fortschreitender Verlust der geistigen, motorischen oder sensorischen Fähigkeiten (z. B. Demenz und andere degenerative Erkrankungen, die zu einem Verlust von kognitiven Funktionen und Reflexen führen), Erkrankungen, bei denen motorische oder visuelle Probleme auftreten (z. B. zerebrale Ischämien, Schädel-Hirn-Traumata, Multiple Sklerose, Polyneuropathien).

In einigen Fällen kann eine neurologische Begutachtung durch einen Facharzt erforderlich sein, um festzustellen, ob der Patient noch in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen, und ob das Fahrzeug eventuell umgebaut werden muss. Solche Begutachtungen erfolgen häufig im Rahmen eines neurologischen Rehabilitationsprogramms:

  • Physiotherapeutische, ergotherapeutische, neuropsychologische und logopädische Eingangsuntersuchung
  • Vollständiges medizinisches Gutachten
  • Therapieverordnung